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Die ursprüngliche Route war auf einer Europastraße...

25. Sep 2026 · Παραλία / Agios Andrea, Griechenland · 7 Min. Lesezeit

Die ursprüngliche Route war auf einer Europastraße...
Gesprochene Notiz
Wow, was für eine Tour. Sechs Stunden durch Berge, an Küstenstreifen entlang, an Buchten vorbei, über Pässe, hoch und höher. Ich habe die Wolken geküsst. Ich habe so eine unfassbar schöne Zeit heute mit Fränki gehabt. Und bin jetzt angekommen. Und ich glaube, das wird die längste Bilderstrecke ever. Bisher. Also für eine Reise. Einfach gigantisch. Ich dachte ja schon, Kroatien und die Berge und die Küste und dann Bosnien, die Berge und das Schwarze Meer und der Einstieg im Norden von Griechenland. Das lässt sich steigern. Und diese Steigerung, die teile ich heute mit euch. Bildtechnisch. Seid gewappnet. Und habt Spaß. Denn das ist schon ziemlich witzig. Also allein, wie diese Route zustande kam. Denn als ich an der Ampel stand und auf die Europastraße abbiegen sollte, bin ich einfach gerade ausweiter gefahren. Habe dann tatsächlich kein Internet mehr gehabt. Und habe mich durch die Berge scharwenzelt. Bin in einem Bergdorf angekommen, in dem ich mit Fränki gerade so durchgepasst habe. Also wirklich. Mit Zirkeln. Klein ein bisschen den Außenspiegel touchieren, während der Linke fingerbreit an der Häuserwand entlang ging. Das Ganze gepaart irgendwie mit lustigen, in langen Hosen und Windjacken eingepackten Touristen. Während ich mit freiem Oberkörper und kurzer Hose in Fränki saß. Da ich ja hin und wieder auch die Heizung anmachen musste, da die Temperatur um die 100 Grad war bei den jeweiligen Anstiegen. Der längste Anstieg waren 14 Kilometer. In Summe. Ich habe euch natürlich auch mal ein kleines Bild von dem Navigationssystem, als es dann wieder kam, gemacht. Damit ihr so in etwa den Eindruck habt, was das heute für eine lustige Zirkelei war. Verdammt. Wir haben uns wirklich gut geschlagen. Fränki und ich. Und ja, wenn ich die normale Route gefahren wäre und hätte eine Maut bezahlt, wären das nur, ich glaube, 180 Kilometer gewesen. So waren es, glaube ich, ich habe keine Ahnung, 250, 300 und statt dreieinhalb Stunden, knapp sechs Stunden, 20 Minuten. Innyhausen. Es war toll. Es war wirklich, wirklich schön. Und da, wo ich jetzt stehe, ist es auch wunderschön. Ich verrate euch so viel. Es ist nicht Agios Andreas, davon gibt es ja ein paar, sondern Agios Andrea. Und ich stehe in der Nähe der Akropolis Athena. Das heißt, wenn ich hier ein bisschen stehenbleiben kann, dann werde ich mich hier tatsächlich auch noch ein bisschen umgucken. Habe auch schon die ersten Leute kennengelernt. Ein Grieche, der in Karlsruhe studiert hat und seinen Kumpel, mit dem er zusammen surfen geht, der unter anderem für deutsche Unternehmen als Konstrukteur für Aluminium Elemente unterwegs ist. Witzig, der eine spricht ein ziemlich gutes Deutsch und der andere ein verdammt gutes Englisch. Und es macht Spaß, weil die Jungs wirklich cool sind. Surfer, was soll ich euch sagen? Den Rest der Geschichte, warum ich heute abgereist bin, obwohl ich Dimitris, nein Kostas, heute morgen kennengelernt habe, der mich eingeladen hat, länger zu bleiben. Das erzähle ich euch. Das hat mit einem deutschen Ehepaar zu tun. Wieder mal. Das heißt, vielleicht kommt auch die andere Geschichte von vorgestern noch mit dazu. Nein, schon länger her. War letzte Woche. Oder? Ich muss mal nachgucken. Jedenfalls freue ich mich, das mit euch teilen zu können. Und da heute Freitag ist, hat der eine oder andere vielleicht auch die Lust, sich die ganzen Bilder anzugucken. In diesem Sinne, seid gespannt. Das wird ein bisschen dauern, denn das Internet ist hier nicht unbedingt der Knaller. Ha! Was für eine Überraschung. Also, ich wünsche euch das, was ihr euch wünscht, auf jeden Fall plus eins. Darüber hinaus ein Lächeln mehr und friedvolle, fröhliche Momente. Bis dann.

Die ursprüngliche Route ging an der Küste entlang...klar, auch bergauf und bergab...

da liegt doch echt ein alter Fischerkahn in der Bucht...

...und dann stand ich an der Kreuzung, bei der mich mein Routenplaner nach links auf ne Mautstraße führen wollte...185km, in knapp 3h das Ziel erreichen oder, so wie dann final in dem Moment entschieden, einfach geradeaus...

...es ging fast 14km nur bergauf...bei 30km/h, im 2. Gang...hab sogar nen Träcker überholt 😁

...und als ich dachte, so, reicht jetzt, ging es erst richtig los 😂

...hab nen Foto der Strecke gemacht, bevor mein Internet ausgestiegen ist...

...und dann ging es erst wirklich "richtig" los...

kurzer Blick zurück auf den bisher "erfahrenen" Weg, mitten im Berg...total krass...

...und steigerte sich...nach jedem Tal, nach jeder Bucht...

...das war heute wirklich ein kontinuierliches AUF und AB...

...wie in meinem "richtigen" Leben 😊

...7 Bergmassive durchfahren, 7 Buchten gesehen...

...und in einer davon liegt doch echt ein auf Grund gelaufener Tanker...😳

...und war natürlich auch noch nicht "Ende der Fahnenstange" 🤣🙈

...nein, es gab natürlich die 8. Bucht, wo es große "Fischhotelanlagen" gab, wobei sich deren Insassen dann wohl mit den menschlichen Touristen abends treffen...gibt hier Treffpunkte, die Tavernen genannt werden..."frozen" steht dann meist hinter den jeweiligen "Insassen"...

Beim ersten Bild der 3 handelt es sich um ein Hochplateau, auf dem sich Kaktusfeigen tummeln...

...und in der 9. Bucht stehen Frankie und ich jetzt...Agios Andrea bzw. Paralia steht auf der Karte...und bis zur Akropolis Anthene habe ich 200m zu laufen...

Blick aus der Front, so wie ich dann heute Abend meine Bettstatt einrichten werde 🥰...

Blick aus der Tür und damit die morgige Aussicht beim Klogang 🤣...

Yepp, das ist ein "klassisches" Torpedo...und in den Rohren, in denen die steckten, bevor diese geflutet wurden...CUT...

...und beim Tanken habe ich Hrist kennengelernt, ein 78-jähriger Grieche, der von 1964 bis 1968 in der nähe von Frankfurt auf dem Bau gearbeitet hat, jetzt die Tankstelle betreibt, während einer seiner 3 Söhne die Werkstatt und den Ersatzteilhandel nebenan hat. Ich habe Dimitris hier im Hafen kennengelernt, der eigentlich aus Athen stammt, hier jedoch ein kleines Häuschen mit seiner Freundin im Sommer bewohnt und Kite- und Windsurfer ist. Super entspannter, netter Typ, der am heutigen "KIT" Maschinenbau studierte, als der Laden noch "Karlsruher Universität für Technik" hieß. Die lokale Polizei war auch schon hier, jedoch nicht wegen Frankie und mir, sondern weil Dimitris und sein Surf-Kumpel (auch hier aus dem Dorf) einfach via Hafeneinfahrt hier reingedüst sind...was man ja wohl so nicht machen darf...und die anderen Geschichten kommen, oder auch nicht, wenn ich mir was zu Essen gezaubert habe. Das sind dann die Geschichten der beiden deutschen Ehepaare, die Geschichte zum Bäcker mitten in den Bergen und vielleicht noch ein paar andere von denen, die sich in den letzten Tagen so ereignet haben. Muß mal schauen, wie weit mich meine "Lust" daran, diese mit euch zu teilen, heute noch wach sein läßt...und bis dahin...habt einen wundervollen Ausklang eurer Arbeitswoche, ein Lächeln mehr und Voooooorfreude auf´s Wochenende 😉

Gesprochene Notiz
Ich hab den Ruf so oft verdrängt, mit leeren Terminen Tag für Tag. Doch wenn es still wird, kommt er wieder und trifft genau, was in mir bleibt. Ich geb dem Ziehen keinen Namen, doch ich weiß, es gehört zu mir. Ich will nicht länger funktionieren, ich will ein Leben, das mich berührt. Etwas in mir wird lauter, auch wenn kein Wort erklingt. Ich spür, wie diese Sehnsucht mich näher zu mir bringt. Ich hör den Ruf in mir, er wird mir von Tag zu Tag. Da ist mir in diesem Leben mehr als alles, was bisher war. Ich hör den Ruf in mir und ich hör jetzt endlich hin. Da ist mehr in diesem Leben und ich spür, dass ich gemeint bin. Ich seh mein Leben an und sag mir ehrlich, so wie bisher fühlt es sich nicht mehr richtig an. Ich hab zu lang funktioniert, zu lang den Ruf verdrängt. Jetzt hör ich hin, wenn etwas Tiefe mir nach einem anderen Leben drängt. Kein Lärm deckt es mehr zu, kein Alltag macht es klein. Da ist mehr und ich hör es, da ist mehr. Ich spür es längst, da ist mehr und ich geh nicht mehr daran vorbei. Ich hör den Ruf in mir, er ist jetzt deutlich stark und klar. Da ist mir in diesem Leben mehr als alles, was bisher war. Ich hör den Ruf in mir und ich hör jetzt endlich hin. Da ist mehr in diesem Leben und ich spür, dass ich gemeint bin. Ich hör den Ruf in mir, ich hör den Ruf in mir. Die Antwort steht noch nicht von mir, doch der Ruf ist da und diesmal hör ich hin. Ich liebe das Universum. Ich find's großartig. Danke Björn für deine erste Komplettveröffentlichung an dieser Stelle und für euch alle anderen. Das ist einer der Songs, die mich in den letzten Tagen begleitet haben. Und zwar massiv. Und ja, ich bin noch wach. Juhu! Und ich liebe den Zufallsgenerator. Weil ich sitze in Fränki und überlege gerade, ob ich die Geschichte noch für euch aufschreibe. Und dann kommt der Song. Juhu! Genießt den Abend. Fette Drückung geht an euch aus.
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